Suche Reitbeteiligung für Hrydja

3 01 2012

Zwei kleine Kinder nehmen ganz schön viel Zeit in Anspruch, habe ich feststellen müssen. Aus diesem Grund suche ich für Hrydja eine kompetente und seriöse Reitbeteiligung für eine langfristige Zusammenarbeit. Ich stelle mir vor, dass du 2, evtl. auch 3 Mal pro Woche kommen könntest, unter der Woche und auch gerne am Wochenende. Du musst Spaß haben auch an Dressurarbeit, an Gymnastizierung und ‚unspektakuläre‘ Aufbauarbeit.

Meine Stute ist gut ausgebildet, allerdings wegen meiner und ihrer Babypause noch nicht fertig ausgebildet. Sie ist fein und weich und reagiert prompt auf alle Hilfen. Wenn alles stimmt zwischen Reiter und Pferd, stelle ich sie auch gerne zur Verfügung für Kursteilnahmen und evtl. Turniere. Hrydja ist ein Pferd, mit dem man definitiv weiter lernen kann.

Bitte weitere Infos anfordern, pr. Mail oder telefonisch. Ein komplettes Dokument liegt bereit, mit Fotos und Detailangaben.

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IPZV Südbayern Fohlenbeurteilung 2011 Oedhof

4 10 2011

Am 23.09. kam Marliese Grimm und Hund Berkeley dann endlich nach Adlkofen. Berkeley ist wohl der Hund in Deutschland, der die meisten Islandpferdefohlen gesehen hat. Er müsste sich also schon auskennen und qualifiziert mitreden können. Da er nicht gerade gross ist, muss er sich allerdings auf eine Beurteilung der Hufe und Beine einschränken – von unterm Tisch 🙂

23 Fohlen waren angemeldet und viele schöne Runden wurden gedreht in der Reithalle. Steffi bietet auf dem Oedhof eben optimale Bedingungen für eine Fohlenbeuteilung. Alle angereiste und einheimische Stuten können mit ihren Fohlen in Boxen untergebracht werden und haben somit weniger Stress. Die Fohlenbeurteilung auf dem Oedhof wird traditionell auch benutzt von u.a. Marcel Uettinger vom Gestüt Flikkari, Peter Leisering vom Moarschusterhof und Familie Zoglmann vom Gestüt Holler. Einige Fohlen nahmen sich auch zwischendrin einen Schluck Milch – unter ungeduldigen Blicken von den Treiberinnen: „Na, wird’s bald?“ 🙂 Hier ist es der Sikill aus der Spönn frá Hafsteinsstödum.

Dieses Jahr hatte ich auch ein Fohlen dabei, was die ganze Sache natürlich noch spannender macht. Mama Hrydja musste, um ins Zuchtbuch aufgenommen zu werden, auch eine Basisprüfung laufen. Der Zeitpunkt war so weit von optimal, wie man es nur kommen kann: Hrydja ist untrainiert, fett, unbeschlagen und einfach in Weidekondition. Dementsprechend lief sie natürlich nicht so, wie sie laufen könnte, hat aber für Exterieur und Interieur eine 8,0 gekriegt. Gesamtnote 7,80.

Ihr Stutfohlen zeigte dafür schöne Momente. Hlin war ziemlich unbeeindruckt von dem ganzen und ist immer wieder von Mama abgehaut. Sie zeigte leider nur Töltansätze, hatte aber eine Leichtigkeit, die die Richterin auch im Richterspruch festgehalten hat: „Sehr schön gebautes, energisches Stutfohlen mit federndem Bewegungsablauf im Trab und Galopp und Töltansätzen.“ Gesamtnote 8,02. Insgesamt sind wir mit ihrer Beurteilung sehr zufrieden. Hlin schaute sich alles ganz genau an – mit ihrer „Motorbrille“ im Gesicht (sie verliert schon ihr Fohlenfell) sah sie einfach süß aus.





Hlin ist da!

3 09 2011

Am 8/8/2011 haben wir auch ‚auf der Pferdeseite‘ Nachwuchs gekriegt. Früh morgens stand plötzlich ein ganz kleines Stutfohlen da. Hrydja wusste erst nicht so richtig, was man mit sowas kleinem anfangen soll, und Hlin wurde daher erst ‚geklaut‘ von einer älteren, nicht tragenden Stute. Jessi, die Pferdewirtin auf dem Oedhof, hat schnell reagiert und nach einem halben Tag Trennung von der Herde hat Hrydja auch schon verstanden: „sie gehört mir und ich verteidige sie auch, wenn es sein muss!“. Ein grosses „Danke schön“ an Jessi für die super Betreuung!

Es ist natürlich schwierig, so früh Aussagen zu machen über das Gebäude von Hlin, aber sie ist gut aufgerichtet und wir sind jetzt sehr gespannt auf die Fohlenbeurteilung am 23/9 auf dem Oedhof. Wie wird sie sich entwickeln, was bringt sie z.B. mit von ihrem Papa, Blettur von Ellenbach?

Johan interessiert sich auch sehr für das kleine Pferd und versteht nicht so ganz, warum er nicht schon dadrauf reiten darf. Hlin wird aber generell in Ruhe gelassen und nur wenn wirklich notwendig, angepackt. Ich bin ein grosser Fan von einer Aufzucht, bei der die Fohlen und Jungpferde ein Minimum an Kontakt mit Menschen haben, wie es in Island auch gemacht wird. So hat das erwachsene Jungpferd später beim Einreiten einen gesunden Respekt vor dem Mensch und sieht uns nicht als Spielkameraden. Hlin wird auf dem Oedhof bleiben, da in der Jungstutenherde beste Bedingungen für Gesundheit und Wachstum gegeben sind.

Es werden auch bald ein paar Impressionen von der WM in St. Radegund, Österreich, reingesetzt. Ich war auf einer Blitzvisite dort und konnte die Vorentscheidungen am Mittwoch und Donnerstag anschauen, u.a. Fünfgang und T1. Das Wetter war sehr wechselhaft und die Bahn hat mehrmals eine ganze Schicht Regenwasser gehabt – daher sehr wechselnde Bedingungen für die Reiter. Mehrere deutsche Reiter in der T1 hatten strömenden Regen, trotzdem aber sehr schöne Auftritte.





Fortbildung – auch mal theoretisch

18 04 2011

Die Bäuche von meiner Stute Hrydja und von mir selbst wachsen um die Wette und aus dem Grund wurde es ab März langsam weniger mit dem Reiten. Hrydja ist tragend und ist auch schon umgestellt in die Mutterstutenherde von Oedhof, wo sie 24 Std Zugang zum Heu hat und täglich Kraftfutter gefüttert wird. Ich selbst erwarte Anfang Mai die kleine Schwester von Johan und hoffe sehr darauf, kurz danach wieder reiten zu können.

Um diese „reit-lose“ Zeit möglichst zu nutzen, habe ich versucht, mich auf theoretischer Ebene weiterzubilden. Ende Februar war ich deshalb ein Wochenende auf Kurs mit dem Thema „Mentaltraining – Reiten im Kopf“ bei Antje Heimsoeth, Coach, Trainer und Dozent, in Rosenheim. Der Inhalt dieses Kurses zielt teils auf eine Verbesserung meines Reitunterrichts, teils auf eigene Turnierteilnahmen. Jeder Reitschüler ist individuell, hat einen anderen Hintergrund, andere Motive für das Reiten und vielleicht auch besondere Wünsche oder Einschränkungen. Jeder Reitschüler muss deswegen genau da abgeholt werden, wo er oder sie sich befindet – es kann nie einen Standardplan benutzt werden. Genau so muss die Sprache oder die Kommunikation insgesamt eingesetzt werden, damit aus jeder Reitstunde das optimale rausgeholt wird. So wird alles positiver.

2 sehr intensive Tage in sehr interessanter Gesellschaft (Distanzreiter, Vielseitigkeitsprofis, Islandpferdereiter und Personen mit ganz anderen Hintergründen waren dort) haben viel gebracht, u.a. zu Themen wie Motivation, Angst und Bewegungslehre. Es besteht im Reitsport weiterhin sehr viel Fokus auf die Gymnastizierung des Pferdes – dabei darf der Reiter seinen eigenen Körper nicht vergessen. Ganz einfache Übungen haben uns gezeigt, wie ‚eingerostet‘ wir auch schon sind und wie wichtig Koordinationsübungen sind, nicht nur für Kinder und Jugendliche, sondern auch – und gerade – für Erwachsene.

Der Vortrag am 19/03/2011 von Tierärztin Elisabeth Albescu zum Thema Anatomie & Biomechanik auf dem Oedhof hat uns viel Interessantes zum sinnvollen ‚Gebrauch‘ der Anatomie vom Pferd gezeigt. Dieses Wissen wurde noch am 02/04/2011 ergänzt in einem Vortrag von Claudia Götz (Buchautorin) und sollte eigentlich für jeden Reiter obligatorisch sein. Nur wer weiß, wie das Pferd gebaut ist, arbeitet und atmet, kann sinnvoll mit ihm umgehen und die Skala der Ausbildung korrekt nutzen und für sich einsetzen.





Wikingertreff in Lejre, Dänemark

25 10 2010

Es ist zwar eine Weile her, verdient aber trotzdem noch ein bisschen Aufmerksamkeit: Ende August sind mehrere dänische Lokalclubs aufgetreten im „Sagaland Lejre“ in unmittelbarer Nähe vom Schloss Ledreborg auf Själland in Dänemark.

Sagnlandet Lejre oder „Land der Legenden“ zeigte am 21+22/08 das Islandpferd in so ziemlich allen Rollen, die man sich vorstellen kann. Das Islandpferd ist in Dänemark eine der populärsten Pferderassen und die zahlreichen Zuschauer konnten die kleinen, tollen Pferde erleben u.a. vor dem Pflug, mit Kindern, richtigen Edelfrauen aber auch schwerttragenden Rittern im Sattel. Das heutige Turnierpferd mit seinen 5 Gängen wurde natürlich ebenfalls vorgestellt. Wie man auf dem Plakat der Veranstaltung schrieb: „.. Dieses Pferd funktioniert auch während Wulkanausbrüchen und läßt sich nicht von Aschenwolken stoppen.“

Durch die letzten 1000 Jahren wurde das starke und vielseitige Pferd aus Island verwendet für alles von königlichem Sportpferd bis zum Zugtier vom kleinen Bauer. Es ist eben eng verbunden mit der Geschichte der Wikinger und der nordischen Mytologie. Das Wochenende des Islandpferdes fand auch schon 2009 statt (Videoausschnitte der Quadrille des Lokalclubs „Faxi“ findet man auf Youtube) und ist auch geplant für 2011 – vielleicht einen Besuch wert für deutsche Islandpferdefans, die im Spätsommer in DK Urlaub machen?

Fotos zur Verfügung gestellt von Kari Baklund, Redakteurin auf der Zeitschrift „Tölt“ und von Sagnlandet Lejre.





Kurs mit Styrmir Arnason 4+5/09/2010

1 10 2010

Für den Kurs mit Styrmir Arnason (www.styrmir-arnason.de) Anfang September auf dem Oedhof hatten wir zum Teil (die gewöhnlichen) hofinternen Reiter und aber auch Besuch aus Penzberg südlich von München. Schön, daß Ihr gekommen seid!

Egal wie bewusst man versucht zu reiten, es schleichen sich immer Fehler ein und man hat dann doch so seine Standardübungen. Wir sind ja nunmal Gewohnheitstiere. Gut also, mal wieder jemanden da zu haben, der von der Seite aus sehr kompetent unterrichtet. Oft waren es nur kleine Änderungen, die dann aber doch Großes bewirkt haben. Styrmir versteht es, genau an der richtigen Stelle und zum richtigen Zeitpunkt „einzugreifen“.

Morgens (Dressur)Arbeit in der Halle, nachmittags dann auf der Ovalbahn. Und vor allem die Diskussion über das Thema „Vorwärts“ fand ich faszinierend – „vorwärts“ gesehen als die Tatsache, daß das Pferd auch mal vorwärts gehen und richtig arbeiten darf. Viel zu viele reiten zu wenig vorwärts und dies kann leider auch zu Gehorsamsproblemen führen. Man darf nicht vergessen, daß ein Pferd auch ein Arbeitstier ist. Ein bisschen Arbeit darf sein.

Die Fotos stammen alle von Heidi Korsch, die ihre Draumey leider nicht reiten konnte, und deshalb so lieb war und sehr schöne Fotos gemacht hat. Beim nächsten Kurs bist du definitiv wieder dabei!

Mit meiner kleinen Hrydja war ich sehr zufrieden – der Weg vor uns ist zwar immer noch lang, aber ich habe das Gefühl, daß wir schon ein gutes Stück nach vorne gekommen sind. Nach einem schönen Sommer mit reichlich Futter sieht sie gut aus. Die Muskeln lassen noch zu wünschen übrig, aber wie sagt man; Rom wurde auch nicht gebaut in einem Tag. Wir haben Zeit und wenn sie sich so weiter entwickelt wie bis jetzt, dann bin ich schon sehr froh. Die tägliche Basisarbeit scheint zu stimmen.





Die kleine Rosa

20 09 2010

Wir haben den September genutzt und sind direkt nach dem Styrmir Arnason Kurs Anfang September (Fotos kommen!) noch mal „schnell“ nach Dänemark gefahren für 11 Tage. Ich hatte dabei wieder Gelegenheit, auf meinem alten Arbeitsplatz die Fohlen von diesem Sommer kennenzulernen. Der Hengst von diesem Jahr, Odin fra Guldbäk, steht noch bei den Stuten, hat aber seinen Teil geleistet und die Stuten scheinen alle tragend zu sein. „Scheinen“, da man in Faarup keine Ultraschalluntersuchungen machen lässt – der Hengst steht sehr lange bei den Stuten und sie haben sehr viel Platz zur Verfügung. Sozusagen „back to nature“ (natürlich mit Kontrolle mehrmals täglich) und das zahlt sich aus. Sämtliche Stuten, die in Faarup gedeckt wurden, sind trächtig und das seit Jahren.

Die kleine Rosa, Tochter von Perla fra Faarup und Fjölvir fra Guldbäk, war begeistert, Modell zu spielen. Eine richtige kleine Prinzessin! Sie war erst ein bisschen skeptisch, dann neugierig und zuletzt fast zum anfassen bereit – aber auch nur fast.