Thema Reiten und Pferd

Reitlektionen können gelernt und automatisiert werden und werden vielleicht dann auch vom Pferd und Reiter korrekt ausgeführt. Wirklich beeindruckende Equipagen erlebt man aber nur in den Fällen, wo der Reiter spürt, wie das Pferd sich bewegt, ob das Pferd locker und losgelassen ist und wo eventuelle Verspannungen ihren Ursprung haben. Dieses Gefühl ist in meinen Augen die wichtigste Fähigkeit für den Reiter. Fehlt das Gefühl, wird es zwischen Reiter und Pferd oft nur eine „Ein-Weg-Kommunikation“ geben.

Mit systematischem und nachhaltigem Training möchten wir erreichen, dass das Pferd in der Lage ist (im Rücken und im Kopf), sein ganzes Leben lang einen Reiter zu tragen.

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Bei den Gangpferden wird viel Wert gelegt auf die Spezialgangarten, beim Islandpferd vor allem auf den Tölt. Ist die Grundausbildung aber nicht ausreichend vorhanden, kann sich das Pferd nicht korrekt tragen und unschöne Bilder von Pferden mit z.B. Unterhals entstehen. Das Pferd nimmt mit der Hinterhand nicht korrekt Gewicht auf und drückt den Rücken oft weg. Steife Gänge und Taktfehler sind dann fast vorprogrammiert.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Elemente aus der klassischen Reitschule uns Gangpferdereitern nützlich sein können und lasse mich gerne u.a. von  der barocken Reitschule inspirieren. Piaffe und der versammelte Tölt haben immerhin einige Punkte gemeinsam, z.B. ein gewisses Maß an Hankenbiegung.

Wichtig auf dem Weg zum taktklar laufenden, durchlässigen Pferd ist vor allem Geduld. Ausbildung oder Korrektur lassen sich nicht in vordefinierten Zeitrahmen einbringen. Die Pferde sind individuell und jedes „Team“, bestehend aus Reiter und Pferd, ist anders. Aus diesem Grund lege ich viel Wert auf individuellen Unterricht und auf die Festlegung von „Ist“ und „Soll“ zu Beginn der Zusammenarbeit.

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