Fortbildung – auch mal theoretisch

18 04 2011

Die Bäuche von meiner Stute Hrydja und von mir selbst wachsen um die Wette und aus dem Grund wurde es ab März langsam weniger mit dem Reiten. Hrydja ist tragend und ist auch schon umgestellt in die Mutterstutenherde von Oedhof, wo sie 24 Std Zugang zum Heu hat und täglich Kraftfutter gefüttert wird. Ich selbst erwarte Anfang Mai die kleine Schwester von Johan und hoffe sehr darauf, kurz danach wieder reiten zu können.

Um diese „reit-lose“ Zeit möglichst zu nutzen, habe ich versucht, mich auf theoretischer Ebene weiterzubilden. Ende Februar war ich deshalb ein Wochenende auf Kurs mit dem Thema „Mentaltraining – Reiten im Kopf“ bei Antje Heimsoeth, Coach, Trainer und Dozent, in Rosenheim. Der Inhalt dieses Kurses zielt teils auf eine Verbesserung meines Reitunterrichts, teils auf eigene Turnierteilnahmen. Jeder Reitschüler ist individuell, hat einen anderen Hintergrund, andere Motive für das Reiten und vielleicht auch besondere Wünsche oder Einschränkungen. Jeder Reitschüler muss deswegen genau da abgeholt werden, wo er oder sie sich befindet – es kann nie einen Standardplan benutzt werden. Genau so muss die Sprache oder die Kommunikation insgesamt eingesetzt werden, damit aus jeder Reitstunde das optimale rausgeholt wird. So wird alles positiver.

2 sehr intensive Tage in sehr interessanter Gesellschaft (Distanzreiter, Vielseitigkeitsprofis, Islandpferdereiter und Personen mit ganz anderen Hintergründen waren dort) haben viel gebracht, u.a. zu Themen wie Motivation, Angst und Bewegungslehre. Es besteht im Reitsport weiterhin sehr viel Fokus auf die Gymnastizierung des Pferdes – dabei darf der Reiter seinen eigenen Körper nicht vergessen. Ganz einfache Übungen haben uns gezeigt, wie ‚eingerostet‘ wir auch schon sind und wie wichtig Koordinationsübungen sind, nicht nur für Kinder und Jugendliche, sondern auch – und gerade – für Erwachsene.

Der Vortrag am 19/03/2011 von Tierärztin Elisabeth Albescu zum Thema Anatomie & Biomechanik auf dem Oedhof hat uns viel Interessantes zum sinnvollen ‚Gebrauch‘ der Anatomie vom Pferd gezeigt. Dieses Wissen wurde noch am 02/04/2011 ergänzt in einem Vortrag von Claudia Götz (Buchautorin) und sollte eigentlich für jeden Reiter obligatorisch sein. Nur wer weiß, wie das Pferd gebaut ist, arbeitet und atmet, kann sinnvoll mit ihm umgehen und die Skala der Ausbildung korrekt nutzen und für sich einsetzen.





Wikingertreff in Lejre, Dänemark

25 10 2010

Es ist zwar eine Weile her, verdient aber trotzdem noch ein bisschen Aufmerksamkeit: Ende August sind mehrere dänische Lokalclubs aufgetreten im „Sagaland Lejre“ in unmittelbarer Nähe vom Schloss Ledreborg auf Själland in Dänemark.

Sagnlandet Lejre oder „Land der Legenden“ zeigte am 21+22/08 das Islandpferd in so ziemlich allen Rollen, die man sich vorstellen kann. Das Islandpferd ist in Dänemark eine der populärsten Pferderassen und die zahlreichen Zuschauer konnten die kleinen, tollen Pferde erleben u.a. vor dem Pflug, mit Kindern, richtigen Edelfrauen aber auch schwerttragenden Rittern im Sattel. Das heutige Turnierpferd mit seinen 5 Gängen wurde natürlich ebenfalls vorgestellt. Wie man auf dem Plakat der Veranstaltung schrieb: „.. Dieses Pferd funktioniert auch während Wulkanausbrüchen und läßt sich nicht von Aschenwolken stoppen.“

Durch die letzten 1000 Jahren wurde das starke und vielseitige Pferd aus Island verwendet für alles von königlichem Sportpferd bis zum Zugtier vom kleinen Bauer. Es ist eben eng verbunden mit der Geschichte der Wikinger und der nordischen Mytologie. Das Wochenende des Islandpferdes fand auch schon 2009 statt (Videoausschnitte der Quadrille des Lokalclubs „Faxi“ findet man auf Youtube) und ist auch geplant für 2011 – vielleicht einen Besuch wert für deutsche Islandpferdefans, die im Spätsommer in DK Urlaub machen?

Fotos zur Verfügung gestellt von Kari Baklund, Redakteurin auf der Zeitschrift „Tölt“ und von Sagnlandet Lejre.





Kurs mit Styrmir Arnason 4+5/09/2010

1 10 2010

Für den Kurs mit Styrmir Arnason (www.styrmir-arnason.de) Anfang September auf dem Oedhof hatten wir zum Teil (die gewöhnlichen) hofinternen Reiter und aber auch Besuch aus Penzberg südlich von München. Schön, daß Ihr gekommen seid!

Egal wie bewusst man versucht zu reiten, es schleichen sich immer Fehler ein und man hat dann doch so seine Standardübungen. Wir sind ja nunmal Gewohnheitstiere. Gut also, mal wieder jemanden da zu haben, der von der Seite aus sehr kompetent unterrichtet. Oft waren es nur kleine Änderungen, die dann aber doch Großes bewirkt haben. Styrmir versteht es, genau an der richtigen Stelle und zum richtigen Zeitpunkt „einzugreifen“.

Morgens (Dressur)Arbeit in der Halle, nachmittags dann auf der Ovalbahn. Und vor allem die Diskussion über das Thema „Vorwärts“ fand ich faszinierend – „vorwärts“ gesehen als die Tatsache, daß das Pferd auch mal vorwärts gehen und richtig arbeiten darf. Viel zu viele reiten zu wenig vorwärts und dies kann leider auch zu Gehorsamsproblemen führen. Man darf nicht vergessen, daß ein Pferd auch ein Arbeitstier ist. Ein bisschen Arbeit darf sein.

Die Fotos stammen alle von Heidi Korsch, die ihre Draumey leider nicht reiten konnte, und deshalb so lieb war und sehr schöne Fotos gemacht hat. Beim nächsten Kurs bist du definitiv wieder dabei!

Mit meiner kleinen Hrydja war ich sehr zufrieden – der Weg vor uns ist zwar immer noch lang, aber ich habe das Gefühl, daß wir schon ein gutes Stück nach vorne gekommen sind. Nach einem schönen Sommer mit reichlich Futter sieht sie gut aus. Die Muskeln lassen noch zu wünschen übrig, aber wie sagt man; Rom wurde auch nicht gebaut in einem Tag. Wir haben Zeit und wenn sie sich so weiter entwickelt wie bis jetzt, dann bin ich schon sehr froh. Die tägliche Basisarbeit scheint zu stimmen.





Die kleine Rosa

20 09 2010

Wir haben den September genutzt und sind direkt nach dem Styrmir Arnason Kurs Anfang September (Fotos kommen!) noch mal „schnell“ nach Dänemark gefahren für 11 Tage. Ich hatte dabei wieder Gelegenheit, auf meinem alten Arbeitsplatz die Fohlen von diesem Sommer kennenzulernen. Der Hengst von diesem Jahr, Odin fra Guldbäk, steht noch bei den Stuten, hat aber seinen Teil geleistet und die Stuten scheinen alle tragend zu sein. „Scheinen“, da man in Faarup keine Ultraschalluntersuchungen machen lässt – der Hengst steht sehr lange bei den Stuten und sie haben sehr viel Platz zur Verfügung. Sozusagen „back to nature“ (natürlich mit Kontrolle mehrmals täglich) und das zahlt sich aus. Sämtliche Stuten, die in Faarup gedeckt wurden, sind trächtig und das seit Jahren.

Die kleine Rosa, Tochter von Perla fra Faarup und Fjölvir fra Guldbäk, war begeistert, Modell zu spielen. Eine richtige kleine Prinzessin! Sie war erst ein bisschen skeptisch, dann neugierig und zuletzt fast zum anfassen bereit – aber auch nur fast.





Turniersaison läuft..

23 07 2010

Die meisten Turniere liegen schon hinter uns, die Bremsenhochsaison hoffentlich seit 1-2 Tagen jetzt auch! Ich möchte noch kurz ein bisschen Werbung machen für eine meistens sehr schöne Veranstaltung: die Mitteleuropäische Meisterschaften. Das ganze findet statt am 26.-29. August auf dem Islandpferdehof Piet Hoyos in Semriach, Österreich. Weitere Infos auf www.mem2010.com. Ich möchte auf jeden Fall hin zum zuschauen, schöne Ritte sollten es dort genügend geben. Sehen wir uns dort? 🙂





Gras, Sommer und Turniere sind auf dem Weg!

26 04 2010

Es ist ein Frühlingserwachen von grossen Dimensionen gewesen, aber der Winter war auch lang und kalt. Jetzt sind alle wieder am reiten, schön!

Mein Mánaskin ist verkauft und hat das allerbeste Zuhause gekriegt – danke Heike, daß er es bei Euch so schön haben darf! Fokus ist jetzt auf meine junge Stute Hrydja und ich bin ganz gespannt auf die Arbeit mit ihr. Es wird ein 100%-iges Viergangvergnügen, schauen wir mal wie mir die Umstellung gelingt 🙂

PS. Wir sind zwar hier unten in Süddeutschland weit von Dänemark entfernt, aber vielleicht ist  der Artikel ja doch interessant: http://www.ipzv.de/245-Pferde_auf_Hrvejen_in_den_letzten_1000_Jahren_-,e_26258,r_4084.htm





Winter 2010 in Dänemark – 2 Meter Schnee

23 03 2010


Hm.. Die 2 Wochen Urlaub oben in Nordjütland an der Küste sollten eigentlich viele schöne Ausritte beinhalten. Das Programm war diesmal etwas lockerer, von der Zeit her hätte es gepasst. Die ca. 100 Islandpferde in Faarup haben im Winter fast die ganze Zeit frei, also standen sie auch nur und haben auf Beschäftigung gewartet. Nur, das Wetter hat nicht so wirklich mitgespielt. Nordjütland ist seit ungefähr 6 Wochen in den Schneemassen untergegangen. Wörtlich. Der Schnee ist zwar jetzt am schmelzen, die Schneeverwehungen waren aber teilweise immer noch stolze 1,5 bis 2 Meter hoch. Das hätten wir hoch zu Ross (na ja, Islandpferdehöhe eben) vielleicht schon gemeistert, nur haben die milderen Temperaturen tagsüber leider auch für ganz böse Eisplatten gesorgt.

Die neue Stute von meiner Freundin, eine Halbschwester zu Stáli frá Kjarri (Sieger Landsmot 2006 mit einer Traumnote von 8,76), konnten wir zum Glück noch bewundern. Etliche Personen sind logischerweise gespannt auf ihr Fohlen diesen Sommer!

Und das Füttern ohne Zeitdruck hat auch seine Vorteile: so kann man in der Herde mit den Zuchtstuten und Jungpferden wunderbar „rumhängen“ und „Hallo sagen“. Die alten Zuchtstuten aus meiner Zeit im Park sind alle weg, aber ihre Töchter und Enkelinnen sind noch da. Es ist so schön, in einem Jungpferd den Kopf einer alten Freundin wiederzuentdecken. Oder eben ein Charakterzug, an den man sich auch noch sehr gut erinnert.





Willkommen auf www.gangpferd.info!

7 12 2007

Auf diesen Seiten möchte ich mich bei eventuellen potentiellen Reitschülern und anderen Interessierten vorstellen und kurz über meinen Hintergrund berichten. Das ganze soll allerdings nicht komplett in „Pferd, Pferd, Pferd“ versinken, daher finden Sie hier auch Seiten wie „Mein Netzwerk in der Islandpferdewelt“ und „Links“ mit Informationen über z.B. Urlaub in Dänemark. Ich hoffe, Sie finden die Seiten lesenswert und interessant.

Winter 2010 – Viel Schnee und Dressurunterricht auf Großpferden

Der Schnee und die frostigen Temperaturen bedeuten, daß viele gezwungen sind, ihr Reiten und eben auch den Reitunterricht „auf Eis“ zu legen. Die Reitplätze sind gefroren und nicht jeder verfügt über eine Reithalle, bzw. über eine Reithalle mit Magnesiumzugabe im Boden. Ich versuche, diese Zeit zu nutzen und nehme mal wieder selbst Dressurunterricht auf Großpferden. Es ist wie immer sehr hilfreich, die Welt mal „von der anderen Seite“ anzuschauen und mal wieder selbst korrigiert zu werden.

August 2009 – Hrydja neu dazugekommen!

Die vielversprechende Hrafnar frá Husavik-Tochter Hrydja ist umgezogen und ich freue mich sehr über sie. Wir sind gespannt, was mit der Zeit so aus ihr wird. Noch ist sie ganz jung und hat erstmal einiges an Ausbildung vor sich. Ihre gut getrennten Gänge lassen hoffen, dass wir auch in Richtung klassische Dressur weiterarbeiten werden können.Hrydja stehend

Weltmeisterschaft für isländische Pferde in der Schweiz!

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So, wir sind wieder zurück von der WM in Brunnadern in Toggenburg in der Schweiz. Was für eine Kulisse, was für Pferde, was für eine Veranstaltung! Ich durfte als eine von insgesamt 600 (!) Helfern mit dabei sein und habe mitgeschrieben und übersetzt für die WM-Zeitung, die jeden Tag als Ergänzung zum offiziellen Programm ausgegeben wurde. Nach einigen Layout-Problemen wurde das Ergebnis in der zweiten Hälfte der Woche sogar ganz ordentlich.

Die Leistungen vor allem in der Zucht waren teilweise atemberaubend – sehr positiv für unsere Zucht, daß sich auch die jüngsten Stuten und Hengste (5-jährig) sehr sehr schön präsentierten. Da wünscht man sich nur, daß man ein paar Pferde mit einpacken könnte für die Heimfahrt.. Die WM war generell von schönem, korrektem Reiten gekennzeichnet – darüber freut man sich besonders.

Foto von Lisa Mörtberg, http://www.lisamortberg.se

Februar 2009 – ein Kennenlernen mit 2 Paso Finos!

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In der Kategorie „Gangpferde“ gehören mehrere, sehr interessante Rassen, u.a. der Paso Fino. Bei meinem Besuch auf dem schönen Sternberghof unterhalb von Würzburg durfte ich diese Pferde kennenlernen. Paso Finos und Islandpferde haben viele Gemeinsamkeiten, jedoch auch einige Punkte, die ihnen unterscheiden. Vor allem bei der Beurteilung der Pferde wurden Unterschiede deutlich, z.B. ist beim Paso die Frequenz der Schritte wichtig, wo beim Isländer eher Raumgriff und Aktion bewertet werden.

Die sehr rittige Stute „Selecta de Quebrada“ hat mir den Einstieg erheblich erleichtert, danach durfte ich auch Doris Sperbers Zuchthengst „Ensueno del Classico“ probieren – so viel „Brio“ (Wille, Vorwärtsdrang) und trotzdem so leicht regulierbar. Ein lehrreiches und sehr schönes Erlebnis – vielen Dank an Doris für die sehr freundliche Aufnahme!

Mein Gästebuch

Ihre Kommentare zur Site nehme ich sehr gerne entgegen – das Gästebuch (klein, aber fein) befindet sich unter dem Wikingerboot, einfach auf „Kommentare“ klicken.

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